BIOlogie und TechNIK – Ideenklau aus der Natur

Habt ihr schon einmal von BIONIK gehört? Nein? Dann müsst ihr unbedingt zu unserer Umweltdiplomveranstaltung „BIOlogie und TechNIK – Ideenklau aus der Natur“ kommen, denn BIONIK ist eine geniale Geschichte.

Bioniker sind eigentlich professionelle Abgucker. Biologen und Techniker (“Bio-nik”) arbeiten in diesem Forschungszweig eng zusammen und versuchen das, was es in der Natur oft schon Millionen von Jahren gibt, für uns Menschen zu nutzen.

Bionik KlettverschlussBionik KlettpflanzeDank der Bionik müssen wir uns nie mehr mit verknoteten Schuhbändern herumärgern, denn der Klettverschluss wurde erfunden. Viele kleine Widerhaken auf der einen Seite verhaken sich im Stoff auf der anderen Seite. Das haben die Bioniker von der Klette abgeguckt, deren Früchte sich mit ihren Widerhaken im Fell von vorbeikommenden Tieren verhaken.

Aber es gibt noch viel mehr Erfindungen, die sich die Bionik von der Natur abgeschaut hat: Indem man die raue Haut von Haien nachahmt, können Schwimmer mit Hilfe spezieller Anzüge schneller durchs Wasser gleiten.Ein weiteres Beispiel sind Schwimmflossen, die wir im Wasser benutzen. Es ist kein Zufall, dass sie an Entenfüße erinnern.

Enten sabine schmidt, pixelio.de

Oder da ist noch die Sache mit dem Gecko, der ohne Saugnäpfe oder Klebstoff, dafür aber ausgestattet mit superdünnen Haaren an den Füßenselbst rutschige Glasscheiben hochlaufen kann ohne runter zu fallen. Diese für unser Auge unsichtbaren Haare kommen dem Untergrund, über den das Tier läuft, so nahe, dass nicht einmal mehr ein ganz, ganz dünnes Blatt Papier dazwischen passt. Dabei entsteht ein besonderer Effekt: Es entsteht eine unglaublich große Anziehungskraft, dass Gecko und Scheibe sozusagen aneinander „kleben“ bleiben. Inzwischen haben Forscher auf dieser Grundlage ein Klebeband entwickelt, das mit genauso dünnen Härchen funktioniert, wie sie der Gecko hat. Das fertige Klebeband ist so stark, dass man damit sogar einen Menschen an der Decke aufhängen kann.Gecko Andreas Geck, pixelio.de

Übrigens – der erste, der erkannt hat, dass die Natur oft die genialsten Lösungen zu bieten hat, war der berühmte Leonardo da Vinci, der im 16. Jahrhundert lebte. Er wollte damals schon unbedingt fliegen und so entwarf er nach dem Vorbild von Vögeln und Fledermäusen Flugapparate und ließ sich durch die gedrehte Frucht des Schneckenklees zur Konstruktion von Hubschraubern anregen. Seine Entwürfe konnten zwar in der Praxis noch nicht bestehen, weil die Technik damals nicht weit genug entwickelt war. Da da Vinci aber bereits wie ein moderner Wissenschaftler arbeitete, sehen ihn viele als Begründer der Bionik an.

Überlegt einmal, vielleicht fallen euch Dinge aus dem Alltag ein, die Dingen in der Natur ähnlich sind und an den wir in unserer Veranstaltung tüfteln können!

 

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Ideen klauen? Stimmt wirklich! Viele „Erfindungen” wie den Klettverschluss, selbst den Salzstreuer hat man einfach der Natur abgeguckt und manchmal, wie beim Fliegen, ganz schön lange tüfteln müssen, bis man den Nachbau hingekriegt hat… Wir tüfteln auch, bauen Modelle, schauen genau hin, probieren aus. ….

Datum: 31.08.2015

16:30 Uhr – 19:30 Uhr

Alter: 8 – 12

Zahl: 12

Veranstaltungsort:Alfred-Zingler-Haus, Margaretenhof 10 – 12, 45888 Gelsenkirchen

Treffpunkt: gleich Veranstaltungsort

Kosten: 2 € pro Kind, das Geld wird bei der Veranstaltung eingesammelt

Ansprechpartnerin: Suse Stahlschmidt, Telefon 0173 2624689

 

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